Reformation der Herzen. Das Schattenpaar gibt den Weg frei, wenn wir ihm furchtlos entgegentreten.

Irgendwann treffen Männer und Frauen ihren Schattenkönig, ihre Schattenkönigin. Beide werden innerlich von beiden begleitet.

Je nach persönlicher Geschichte tritt das Schattenpaar in uns Menschen unterschiedlich stark in Erscheinung – und meist erst sehr spät. Zu mächtig sind beide, regieren lange im Verborgenen. Man lege sich mit beiden nicht vor der Zeit an. Schattenkönig und Schattenkönigin unvorbereitet zu begegnen, ist nicht ratsam. „Reformation der Herzen. Das Schattenpaar gibt den Weg frei, wenn wir ihm furchtlos entgegentreten.“ weiterlesen

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Täglich eine Leiche aus dem Keller. Vom 1. bis 30. November.

VORANKÜNDIGUNG

Vom 1. bis 30. November 2016 werde ich jeden Tag eine Leiche aus meinem Keller holen und hier vorstellen.

Das ist jeweils eine meiner Filzarbeiten, teils mit Holz, teils mit Stahl, die ich seit 2008 zum Thema Leid vs. Geborgenheit in der Menschheitsgeschichte gemacht habe.

Oben: 0ne of 50 „Täglich eine Leiche aus dem Keller. Vom 1. bis 30. November.“ weiterlesen

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Homo erectus in se. Geht das?

Von Martin Luther, von dem hier ja viel die Rede ist :-), stammt die Bezeichnung homo incurvatus in se, der in sich verkrümmte Mensch.

Damit subsummierte er die Probleme des Menschen mit sich selbst und mit anderen, kurzum: Die Herkunft des ganzen menschlichen Dramas.

In einem Gespräch mit einer Freundin fiel mir auf, dass die CANTIENICA-Methode, die ich seit 1998 kenne, den gekrümmten Menschen tatsächlich aufrichtet – physisch. Das Seelische kommt dann hinterher. „Homo erectus in se. Geht das?“ weiterlesen

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Wie ist denn so der Alltag unter den Dächern?

„Sie haben also herausgefunden, dass Gott die Liebe ist. Das ist nichts Neues. Wozu schreiben Sie das alles?“, wurde ich gefragt.

Mit Verlaub, zunächst ein Hinweis zu diesem Blog: Niemand muss das hier lesen.

Zwischen Liebe und bedingungsloser Liebe ist ein gravierender Unterschied. „Wie ist denn so der Alltag unter den Dächern?“ weiterlesen

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Das System, in dem wir leben, hat den Verstand weit vom Gefühl getrennt.

Heute wurde ich gefragt: Wenn das mit der bedingungslosen Liebe so ist, wie in Apocaluther dargestellt – dann ist das doch etwas, das bereits im Neues Testament steht. Wozu braucht man dann Luther? „Das System, in dem wir leben, hat den Verstand weit vom Gefühl getrennt.“ weiterlesen

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Die Winkel, von denen du niemals jemandem erzählen würdest.

Luthers bahnbrechende Erkenntnis war: Keiner muss Angst vor Höllenstrafen haben, denn der Mensch ist durch Gottes Gnade gerechtfertigt. Doch wozu dient diese Erkenntnis, wenn man, wie heute, ohnehin keine Angst mehr vor Höllenstrafen hat?

Ich habe mich das auch gefragt. Darum ist die Botschaft von Apocaluther auch nicht das Aufwärmen der oben genannten Erkenntnis. „Die Winkel, von denen du niemals jemandem erzählen würdest.“ weiterlesen

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Unser Leben in Extremen. Und das Dazwischen?

Jetzt in dieser Zeit kommen immer mehr Menschen dahinter, dass die Dualität, die wir gewohnt sind, überhaupt nicht das Leben abbildet, das stattfindet. Wir haben nur gelernt, ständig zwischen den Extremen hin und her zu hüpfen, immer auf der Hut, wir könnten etwas falsch machen. „Unser Leben in Extremen. Und das Dazwischen?“ weiterlesen

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Lass deinem Kind sein Geheimis und grab dein eigenes wieder aus.

Wer mit wem und wo und wie und ob und überhaupt – ein Dauerthema der Gesellschaft. Aber wehe, es geht um Religion oder Kirche. Diese Themen gelten als noli me tangere, rühr mich nicht an. Über Religion spricht man nicht. Punkt. Vielleicht theoretisch, von Fachmann zu Fachmann. Aber über die eigene Meinung in Sachen Religion, Religiosität, Spiritualität zu sprechen – das geht zu tief, zu weit, das gehört sich nicht.

Liegt es daran, dass diese Themen sofort polarisieren? Oder doch daran, dass die Religiosität im Menschen tiefer verankert ist als die Sexualität?

Ich glaube, dass zu früh im Leben eines jeden Menschen auf dem angeborenen Gewissen herumgetrampelt wird. Manchmal in vermeintlich bester Absicht. Zum Beispiel, damit das Kind den rechten Glauben habe. Oder die „magische Welt des Kindes“ (Joseph Chilton Pearce) wird gar nicht wahrgenommen oder wertgeschätzt.

Stattdessen wird pathologisiert, wenn das Kind mit unsichtbaren Freunden spricht, Menschen in seinen Zeichnungen blau oder schwarz malt (weil es diese so sieht, was den Erwachsenen natürlich nicht in den Kopf will) – oder Eltern haben fürchterliche Angst vor den Fragen ihrer Kinder nach Gott, schaffen sich Bücher an, in denen meist das alte Bild des vom Menschen getrennten Gottes im Himmel weiterverbreitet wird. Der vom Menschen getrennte Gott ist noch immer einfacher zu verstehen als der mit dem Menschen verbundene. So lernen die Kinder, die aus der ewigen Verbundenheit kommen, dass das Leben auf Erden in der Getrenntheit stattfände. Spätestens damit beginnt die innere Gekrümmtheit. Und das alles 500 Jahre nach Luther. „2017 – 500 Jahre Reformation“ – ja, und weiter geht’s. Denn Luthers Haupterkenntnisse werden erst nach und nach verstanden. Luther als Held ist (noch) leichter verdaulich.

Ein Buchtitel lautet: „Lass deinem Kind sein Geheimnis“. Das bringt es auf den Punkt. Nur erfordert das natürlich von Eltern zu erkennen, dass sie selbst auch mal ein Geheimnis hatten.

Wie sieht es aus mit der Spiritualität der Eltern, der Lehrer und sonstigen Bezugspersonen?

Halt, es geht nicht darum, den Kindern einen bestimmten Gott nahezubringen. Sondern vielmehr darum, Ihnen das (Ge-)Wissen, das sie von Geburt an haben, nicht zu nehmen.

Das ist vor allem wichtig und ratsam in Zeiten, in denen Kindern verschiedenster religiöser Hintergründe in Kindergärten und Schulen den Alltag miteinander teilen. Und es ist vielleicht angebracht, dass Menschen einander davon erzählen, dass es dieses Geheimnis in den Kindern gibt.

Nicht die Kinder müssen in Sachen Gewissen & Co. den Großen zuhören. Sondern die Großen müssen den Kleinen zuhören. Wertschätzen. Respektieren. Wenn denn ein Kind überhaupt etwas über sein (Ge-)Wissen preisgibt.

Am schönsten ist das im Alter zwischen vier und fünf, wenn die Kinder morgens aufstehen, zum Frühstück kommen, sich hinsetzen und dann den verblüfften Eltern erklären, wie das ist zwischen Himmel und Erde, dem Paradies und den Menschen, der Liebe und dem Leben.

Woher, fragen sich manche Eltern dann, WEISS mein Kind das? Muss ich mir Sorgen machen? Ist mein Kind normal? Spinnt es? Sie wissen gar nicht, was sie selbst darauf antworten sollen. Müssen sie auch nicht. Nur zuhören und nachspüren. Wie war das bei einem selbst? Hatte ich jemanden, der mir zugehört hat? Wurde ich ausgelacht, als ich klein war und den Großen die Welt erklären wollte?

Die eine Maske in Apocaluther blafft Luther an: Kindern muss man erstmal erklären, wie die Welt funktioniert, bevor überhaupt nur daran zu denken ist, sie in den Lauf der Dinge einzugliedern.

Luther fragt ganz konsterniert:
In den Lauf der Dinge?

Ein Lied der Kinder in Apocaluther beginnt so:

Ich bin vielleicht noch klein
doch bald schon bin ich groß
dann sitzen meine Kinder
bei mir auf meinem Schoß.
Was ich heut von euch lerne,
das ist dann in mir drin
darum ist gut, wenn klar ist,
wie liebenswert ich bin.

Vermutlich ist es wirklich besser, wenn große Leute sich nicht über Religion, Religiosität, Spiritualität und ihr Gewissen unterhalten. Ist alles viel zu verborgen in dem kleinen Menschenkind, das in ihnen steckt.

Allerdings ist es für große Leute heilsam, wenn sie ihr Geheimnis wieder entdecken. Ganz für sich allein, Stück für Stück ihre Schatten transformierend, im stillen Herzenskämmerlein.

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Vergiss Narziss. Ein Paradigmenwechsel ist überfällig.

Wenn ich dich liebe wie du mich,
wie fühlt sich das wohl an,
wie geht das und wie schafft man das,
was ist, wenn ich’s nicht kann?

(Liedanfang aus Apocaluther)

Narzissten gelten als selbstverliebt, egoman, herrschsüchtig. Man möge weitere Attribute hinzufügen, die sich über die Jahrzehnte rund um diese Bezeichnung für eine Kategorie „Mensch“ gebildet haben. Wohlgemerkt: Für die „positive“ Variante. Die „negative“ Variante gibt es auch: Das sind die Menschen, die denken, dass sie nichts darstellen – und die ständig andere Menschen brauchen, um Bestätigung zu erhalten. Die positiven Narzissten brauchen Macht, Geld, Einfluss, um sich halbwegs wohl zu fühlen (obwohl es nie reicht, darum machen sie immer weiter). Die negativen Narzissten opfern sich für andere auf, wollen nichts für sich, außer Bestätigung, lauter Dinge, die man für Geld nicht kaufen kann. Unterm Strich ergänzen sich beide Erscheinungsformen prächtig. Und natürlich gibt es alle möglichen Narzissmus-Formen zwischen diesen Extremen, den Blendern und den Aktionisten. „Vergiss Narziss. Ein Paradigmenwechsel ist überfällig.“ weiterlesen

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