Das System, in dem wir leben, hat den Verstand weit vom Gefühl getrennt.

Heute wurde ich gefragt: Wenn das mit der bedingungslosen Liebe so ist, wie in Apocaluther dargestellt – dann ist das doch etwas, das bereits im Neues Testament steht. Wozu braucht man dann Luther?

Das weiß ich auch nicht. Luther war Katholik. Jesus war Jude. Das Wissen um die Verbundenheit ist noch viel älter und keinesfalls Christentum-Eigentum. Vielleicht braucht man hin und wieder Leute, die versuchen, dieses Wissen unter die Leute zu bringen?

Hin und wieder. Immer wieder. Weil dieses Wissen dem widerspricht, was auf Erden seit Jahrtausenden zwischen Menschen an Abhängigkeit, Macht und Ohnmacht passiert.

In Apocaluther sagt Luther zu dem Masken: Ein heiler Mensch stört natürlich Ihr System. Genau darum ist es tatsächlich so schwer, dieses Wissen zu leben. Es gibt zu viele Menschen, die davon profitieren, dass alles so bleibt, wie es ist. Außerdem ist es bequemer. War doch immer so. Warum sollte sich was ändern?

Einige Wochen, bevor ich Apocaluther ins Reine geschrieben habe, hatte ich in einer Zeitung das Bild des ertrunkenen Flüchtlingskindes am Strand gesehen.

Das ist meine Antwort auf die Frage, warum sich etwas ändern sollte: DARUM!

Wozu kommt ein Kind aus der ewigen Liebe Gottes hier auf diese Erde, um dann zu ertrinken, weil es fliehen muss vor unhaltbaren Zuständen, die alle nicht so sein müssten, wie sie sind, wenn die Menschen begriffen, dass es ihre ganz tief in sich verborgene Angst vorm Getrennt- und Verlassensein ist, die ihr Handeln bestimmt – entweder in der Version, alles auszuhalten, oder in der Version, andere zu beherrschen?

Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt. Das ist ein Zitat von Martin Luther. Auch er wusste, dass Kinder das Ur-Wissen in sich tragen.

In Apocaluther blafft eine Maske den Reformator an: „Kinder verstehen nichts.“ Denn das ist die Meinung des Systems, in dem wir leben und in dem Verstand und Gefühl weit entfernt voneinander angesiedelt sind. Getrenntheit. Doch eigentlich ist beides miteinander verbunden möglich.

Um das Wissen rund um die bedingungslose Liebe und die Ungetrenntheit unter die Leute zu bringen, braucht es keine besonderen Personen. Das Wissen ist da. Jedem steht gleich viel davon zur Verfügung. Niemand hat sich über oder unter den anderen zu stellen, weil er angeblich mehr oder weniger heilig, richtig, besser, betuchter, intelligenter oder was auch immer sei.

Alles nicht Neues? Und warum sieht es dann so aus auf der Welt?

Der Mensch ist frei, Gott hat ihn so geschafften,
und er liebt ihn ganz so, wie er ist.
Doch der Mensch geht fort und bastelt Waffen
und häuft auf viel unnützen Besitz.

Der Mensch ist frei, er ist dazu geboren.
Und er weiß das tief in sich genau.
Doch der Mensch wird in der Welt erzogen
und die Welt ist leider nicht so schlau.

Der Mensch ist frei, von Gott dazu berufen,
das zu tun, was er wirklich will,
doch der Mensch hat das schon längst vergessen,
bleibt ganz klein, verbittert, hart und still.

Der Mensch ist frei, als Gotteskind zu handeln,
gut gelaunt, geliebt und unversehrt.
Doch der Mensch kann’s leider noch nicht fassen,
darum macht er’s immer noch verkehrt.

(Liedzeilen aus Apocaluther)

||||| 1 Find ich gut. |||||

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