Wie ist denn so der Alltag unter den Dächern?

„Sie haben also herausgefunden, dass Gott die Liebe ist. Das ist nichts Neues. Wozu schreiben Sie das alles?“, wurde ich gefragt.

Mit Verlaub, zunächst ein Hinweis zu diesem Blog: Niemand muss das hier lesen.

Zwischen Liebe und bedingungsloser Liebe ist ein gravierender Unterschied.

Die Energie „Liebe“ ist bedingungslos gemeint. Doch was Menschen miteinander normalerweise leben, ist NICHT bedingungslos. Bzw. Menschen denken, bedingungslose Liebe heißt, sich alles gefallen lassen zu müssen (weil man abhängig ist) oder alles machen zu dürfen, der andere wird sich schon nicht wehren (weil er abhängig ist).

Um was es geht, ist der Unterschied zwischen der bedürftigen oder auch abhängigen Liebe und der bedingungslosen Liebe.

In der bedingungslosen Liebe sind keine Furcht oder Angst. Man kann sie nicht verlieren, negieren, wegnehmen, wegmachen oder vorenthalten.

Die Liebe, die wir Menschen kennen, ist jedoch die abhängige, die bedürftige Liebe. „Geh nicht fort, bleib bei mir, ich kann ohne dich nicht leben.“ Diese Liebe macht beiden Seiten Probleme: Der Bedürftige ist hilflos, das Gegenüber fühlt sich unter Druck gesetzt.

Ziemlich schlechte Voraussetzungen für eine Beziehung. Wobei das Prinzip auch auf andere Sachverhalte innerhalb unseres Systems anwendbar ist. In Apocaluther heißt es zum Beispiel: Schieß ein Tor, sonst bis du eine Null. Schreib eine gute Note, sonst geh ich nicht mit dir ins Kino.

Und? Wie ist denn so der Alltag unter den Dächern?

Der Alltag ist weit entfernt von Beziehungen, in denen jeder Mensch so ganz und heil in der eigenen Balance ist, dass er den nächsten lieben kann wie sich selbst, egal, was dieser tut oder nicht tut.

Die Energie „Liebe“, die Gott ist oder genannt wird, ist aber so radikal bedingungslos.

Diese Liebe ins eigene Leben zu bringen, die eigenen Schatten zu transformieren, muss man nicht. Man kann aber. Immer mehr Menschen tun das. Sie tun es allerdings – wie Luther übrigens auch – nicht unbedingt im Schoß der Kirche.

 

||||| 1 Find ich gut. |||||

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