Täglich eine Leiche aus dem Keller. Vom 1. bis 30. November.

VORANKÜNDIGUNG

Vom 1. bis 30. November 2016 werde ich jeden Tag eine Leiche aus meinem Keller holen und hier vorstellen.

Das ist jeweils eine meiner Filzarbeiten, teils mit Holz, teils mit Stahl, die ich seit 2008 zum Thema Leid vs. Geborgenheit in der Menschheitsgeschichte gemacht habe.

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Diese Werke stehen und hängen in meinem Keller und sehen mir zu, während ich das hier schreibe. Sie wollen raus. Anders als bislang.

Die Geschichten hinter den Werken stammen vor allem aus den Jahren 1933 bis 1945. Zum Beispiel selektion, Lumpenkind, für Ruth E. und perpetua – auf der Flucht.

Ich werde darüber hinaus die Geschichten und Quellen für die Bilder und Objekte öffentlich machen. Das habe ich bislang nur auf Nachfrage hin getan.

Institutionen können diese Objekte und Bilder ein halbes Jahr lang ausleihen*, um in ihrem Rahmen ein kleines Stück weit einen kollektiven Heilungsprozess in Gang zu setzen. So nenne ich das, was diese Bilder tun.

Seit ich diese Bilder und Objekte öffentlich zeige, habe ich gemerkt, dass sie auf eine bestimmte Art und Weise sehr tief wirken. Sie holen individuell und kollektiv Verdrängtes aus den Winkeln.

Einen Einblick geben http://ulrike-streck-plath.de/gallery.htmlsowie http://kzadlerwerke.de/

* Die Institutionen können bekannt machen, dass sie ein Werk nutzen, müssen es aber nicht. Eine Dokumentation über die Nutzungsdauer und das, was während dieser Zeit evtl. veranstaltet wird oder durch das Werk „geschieht“, kann, muss aber nicht erstellt werden. Ich werde jedoch ein Foto erbitten, das das Werk dort zeigt, wo es das halbe Jahr lang sein wird. Es fallen keine Leihgebühren an, lediglich Transport und Versicherung sind zu klären.

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