Der Mensch denkt, Gott lenkt

Der Mensch denkt, Gott lenkt. Verstehen Sie den Spruch positiv oder negativ?

Die meisten Menschen verstehen ihn negativ. „Jaja“, heißt es dann. „Du kannst viel wollen. Gott will es anders. Du wirst schon sehen.“

Als Wenn Gott wollen würde, dass es den Menschen schlecht geht, dass sie nicht das schaffen, was sie wollen, weil Gott es anders für sie vorgesehen hat.

Nun ja, wenn jemand vorhat, jemand anderen umzubringen, ist es mit Sicherheit besser, wenn ihm das nicht gelingt. Doch geht es um das Verwirklichen von Lebensträumen, Gesundheit, Kreativität, Potenzialentfaltung – warum sollte Gott den Menschen daran hindern wollen? Weil er „der große Aufpasser“ ist, der anderes im Sinn hat, als uns glücklich zu sehen? Weil Gott Menschen „prüfen“ oder  „strafen“ will?

In vielen Glaubensvorstellungen hält sich hartnäckig diese Ansicht. Aber so ist das nicht. Das Leid fabrizieren die Menschen selbst „und meinen dann, Gott würde das wollen oder zumindest dulden“ (Zitat aus Apocaluther).

Gott macht das Leid nicht. Gott ist die Liebe, eine mächtige Energie, die allen Menschen gleichmäßig zur Verfügung steht. Mit der sich jeder auffüllen und so innerlich heilen kann. Das ist gelebte Spiritualität. Das ist auch die Botschaft von Apocaluther.

Eine Welt, in der alle Menschen in ihrer Kraft sind, den anderen lieben wie sich selbst und jedem Gegenüber gleichwertige Mächtigkeit zugestehen, lebt im Frieden. Und das ist möglich. In Verbundenheit mit Gott, der göttlichen Energie, mit der wir Menschen uns auffüllen, in die wir einsteigen können.

Der Mensch denkt, Gott lenkt erhält dann eine ganz andere Bedeutung.

Sehen wir Gott doch mal als Taxifahrer: Wir steigen ein, sagen, wo die Reise hingehen soll – und dann geht es los. Kommen wir in einen Stau und kennt der Taxifahrer einen Umweg, wird er ihn vielleicht nehmen. Er wird uns aber vorher fragen, ob wir das wollen. Wir entscheiden dann! So, wie wir ja auch Krisen annehmen auf dem Weg dahin, unsere Träume wahrzumachen. Rückwärts betrachtet werden wir vermutlich feststellen, dass jede Krise eine Abkürzung war. Heftig zwar, aber dienlich.

Wer gelernt hat, dass Gott weit weg und getrennt von uns ist, tut sich eventuell schwer mit der Vorstellung der Verbundenheit. Doch es gab eine Zeit, in der wir wussten, wie das alles wirklich ist. Damals waren wir kleine Babies, vielleicht gerade auf der Welt.

Aus Apocaluther:

Lia: Aber wir Kinder wissen das doch, das mit der Liebe. Wir kommen auf  die Welt und sind Liebe pur. Wir kommen ja direkt von dort, von Gott.        Glaub ich zumindest … Wir kommen also aus dieser bedingungslosen    Liebe Gottes auf diese Welt und erleben vom ersten Tag an, wie das hier zugeht auf der Welt.

Anna: Und weil wir selbst als Babies noch so bedingungslos lieben und weil wir so klein sind, lassen wir uns alles gefallen. Wir müssen uns alles  gefallen lassen. Wie sollen wir sonst überleben.

Serina: Und schwupps, haben wir was ganz anderes gelernt, als was eigentlich  Sache ist.

Clara: Die Großen können aber nichts dafür. Sie haben es ja selbst nicht  anders gelernt.

Theodor: Wenn man sich das überlegt: Das geht jetzt seit Adam    und Eva so zu auf der Welt. Dann kam Jesus. Aber noch heute haben die Menschen nicht kapiert, was Gott mit Jesus Christus eigentlich gemeint hat.

Theodizee:  Nö. Die haben Angst vor der Apocalypse und machen sich gegenseitig das Leben schwer und meinen DANN, Gott würde das wollen oder zumindest dulden.

Annika: Sie meinen immer, Gott ließe das Leid auf der Welt zu und sei der einzige, der Frieden bringen könnte.

So geht es Kindern mehr oder minder in den Systemen, in denen sie aufwachsen. Dort lernen viele auch: Sie können ruhig etwas wollen. Sie können sich abstrampeln. Gott wird es doch anders machen. Und egal wie es wird, man soll es toll finden. Weil Gott mächtiger ist.

Doch die bedingungslose Liebe Gottes hat mit der hierarchischen Macht, die Menschen erfunden haben, nichts zu tun. Bedingungslose Liebe ist einfach da. Sie urteilt nicht, fordert nicht, braucht nicht.

Bedingungslose Liebe heilt und ermächtigt jeden Menschen in gleichem Maße, das zu tun, zu was er wirklich auf der Welt ist.

||||| 1 Find ich gut. |||||

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