Familie, Freunde, mit ins Ungewisse genommen

Vor der Auslöschung
– Fotografien, gefunden in Auschwitz –

Finkhofwolle, Brennesselgarn, Haselzweige, begonnen 2008
220 x 450 cm


Rund 2.400 Privatfotografien liegen im Archiv des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, gefunden in einem Reisekoffer, der nach der Befreiung entdeckt wurde. „Familie, Freunde, mit ins Ungewisse genommen“ weiterlesen

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Die Liebe aus der Ferne

L’amour de loin

– zum gleichnamigen Libretto von Amin Maalouf –
Finkhofwolle, Treibholz, gefilzt am Strand von Nizza, 2008

Jauffré Rudel ist ein Troubadour. Er lebt in der Provence und besingt in seinen Liedern eine wunderbare Frau seiner Träume. Ein Pilger sagt ihm, dass diese Frau existiere – in Tripolis. „Die Liebe aus der Ferne“ weiterlesen

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Genau wissen, was man sieht.

Was Lena Krawtschenko, 7 Jahre, 1941 bei Minsk gesehen hat
– gefunden in Swetlana Alexijewitsch, „Die letzten Zeugen“, Seite 110 –

Finkhofwolle, Haselzweig, 2009

Lena Krawtschenko sah im Straßengraben eine tote Frau. Das Kind, das neben der Frau lag, lebte noch. Es trank Milch an der Brust seiner Mutter. „Genau wissen, was man sieht.“ weiterlesen

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Den Boden dafür entziehen, mit anderen machen zu dürfen, was man will.

Für Ruth E.

Finkhofwolle, Brennesselgarn, Haselzweige, 2011
60 x 200 cm

Wie lange kann ein Neugeborenes in den Armen der Mutter überleben, wenn es nicht gestillt wird? Dr. Josef Mengele wollte das wissen, ließ Ruth Elias nach der Geburt ihres Kindes die Brust bandagieren. Sie schreibt davon in ihrem Buch „Die Hoffnung erhielt mich am Leben“. Ich fand den Text in einem Reclam-Buch für die Sekundarstufe II.

Ruth Elias überlebte. Ihr Kind starb, durch ihre Hand. „Den Boden dafür entziehen, mit anderen machen zu dürfen, was man will.“ weiterlesen

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Wann sind wir da, Mama?

Fleeing

Finkhofwolle, Haselzweige
2009

Der alte Herr sprach mich an der Gartenpforte an. „Sind Sie das, die diese Puppen da macht? Hören Sie auf damit, ja? Hören Sie auf. Wir wollen uns nicht erinnern. Außerdem war das alles nicht so. Und überhaupt, Sie haben gar nichts erlebt. Hören Sie auf damit. Haben Sie mich verstanden?“ Dann fuhr er auf seinem Fahrrad davon.

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Das ganze menschliche Drama zwischen zwei Motiven

Syrische Pietà
– nach Samuel Aranda, World Press Photo Award 2012 –

170 x 150 cm, Finkhofwolle, Stahl

Eine junge Frau, verschleiert, hält in ihren Armen einen leblos wirkenden Mann. Schläft er oder ist er tot?

Das Foto wurde am 15. Oktober 2011 in einer Moschee in Sanaa, im Jemen, aufgenommen. „Das ganze menschliche Drama zwischen zwei Motiven“ weiterlesen

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